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Über FairPlay

Diskriminierung

„Rassismus stellt mit das größte Problem für den Fußball in Europa dar. Die Leute denken vielleicht, das Problem wäre verschwunden. Das stimmt aber nicht. Die Spieler auf dem Rasen brauchen die Unterstützung aller Fans, damit die Rassisten niedergestimmt und ihnen gezeigt wird, dass ihre Aktivitäten nicht toleriert werden.“ (Thierry Henry, Arsenal London)

 

Als wir unsere FairPlay-Kampagne gegen Rassismus 1997 starteten, waren wir und Spieler wie Thierry Henry in der Minderheit. Diskriminierung im Fußball sei ein Problem, welches nichts mit Fußball zu tun habe und von der Gesellschaft hereingetragen werde, lautete die mehrheitliche Analyse. Die Zeiten haben sich geändert, in Österreich wie auch in vielen anderen europäischen Ländern wird Rassismus und andere Diskriminierungsformen im Fußball nicht mehr als Kavaliersdelikt abgetan.

 

Dennoch ist Rassismus im Fußball ein stetiger Begleiter der migrantischen SpielerInnen in Europa. Das Spektrum der Übergriffe reicht dabei von diskriminierenden Verhaltensweisen gegenüber „ausländischen“, oftmals schwarzen SpielerInnen im Stadion (sogenannten „Monkey Chants“, rassistischen Transparenten und Sprechchören) bis hin zu strukturellen Ausgrenzungen von migrantischen Menschen unter den FunktionärInnen und Fans. Hinzu kommen die mannigfaltigen Übergriffe und Diskriminierungen im Amateur- und Hobbysport, die sich in Österreich v.a. gegen die türkische und ex-jugoslawische Community richten oder aber die diskriminierende Verhältnisse innerhalb der Teams selbst. Diese Formen der Diskriminierung haben im Zuge einer verstärkten Einbindung Osteuropas, Afrikas, Lateinamerikas und Asiens in den globalen Fußballmarkt ab den 1980er Jahren noch einen zusätzlichen Antrieb bekommen.

 

Doch nicht nur Rassismus ist ein Problem im Fußball. Weitgehend unbeachtet, oft totgeschwiegen, aber überall präsent, sind Sexismus und Homophobie. Fußball gilt in weitgehend als Männersport. Frauen und Mädchen, die der Leidenschaft für das runde Leder verfallen sind, haben neben Spott, Aggression und gesellschaftlicher Missachtung oft mit mangelnder finanzieller wie ideeller Unterstützung seitens der Verbände, Vereine, Sponsoren, Medien und Öffentlichkeit zu kämpfen. Homosexualität wird im Fußball als Makel, als Angriffspunkt gegenüber den gegnerischen Fans, der Mannschaft oder einzelnen SpielerInnen empfunden. Fußball spielende Frauen und Mädchen werden pauschal als lesbisch denunziert. Offene und versteckte Homophobie zeigt sich sowohl in zahlreichen Fangesängen als auch durch die gängige Wortwahl und Meinungsbilder in den Medien und auf Plätzen und Tribünen. FairPlay setzt sich dafür ein, Frauen und Mädchen im Fußball zu stärken, sei es beim aktiven Fußballspiel oder auf den Rängen.

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